Der Larimar

Einen Larimar erkennt man an den intensiven, verschiedenen Blautönen die wirken als würde man in klares Wasser oder in den Himmel blicken. Die feinen Adern des Steines sehen aus wie Wellen oder Wolken und dreht man den Stein hin und her erscheint manchmal ein strahlenförmiges Schimmern.
Er gilt als blaues Juwel der Karibik und wurde sogar zum Nationalstein der Dominikanischen Republik.


Vorkommen und Mineralogie

Larimar Trommelstein

Larimar Trommelstein

Larimar ist ein extrem seltenes Mineral. Neben dem ersten Fundort in der Dominikanischen Republik, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Haiti in der Provinz Barahona, gibt es ein weiteres kleines Vorkommen in Norditalien.

Der Larimar ist ein Vertreter der Mineralklasse der Silikate, genauer gesagt eine Varietät des Minerals Pektolith und wird daher auch “Blauer Pektolith” genannt. Pektolithe sind vulkanischen Ursprungs und entstehen magmatisch aus der seltenen Verbindung von Siliziumoxid mit Natrium und Kalzium. Durch weitere Vulkanaktivität entstanden in der erhärteten Lava senkrechte Kanäle aus denen Gase und Magma entweichen konnten. Innerhalb dieser Kanäle bildeten sich kristalline Säulen aus Andesit, blauem Pektolith, Basalt und anderen Mineralien.

Seine Mohshärte beträgt 4,5 – 5, wobei vereinzelte Quellen bis 6 angegeben. Seine Dichte beträgt 2,7 bis 2,9 g/cm³. Daher ist er in der Verarbeitung recht spröde und brüchig, was ihn schwer zu verarbeiten macht.
Seine chemische Formel lautet, je nach seiner Verbindung mit Kupfer, Eisen Kalzium, Magnesium oder Phosphor: Ca2Na[HSi3O9] + (Cu,Fe,K,Mn,P).

Das Farbspektrum des Larimar reicht, je nach mineralogischer Zusammensetzung, von Tiefblau über Hellblau, Grünblau bis zu Weiß. Die Larimarqualität wird an der Intensität des Blautons gemessen, d.h. je intensiver das Blau, desto höher die Qualitätseinstufung. Der Glanz ist glasartig bis seidig.
Für die blaue Farbgebung wird zumeist das Element Kupfer angegeben, wobei die himmelblaue Farbe jedoch auch auf geringe Spuren des Elements Vanadium und nicht auf Kupfer beruhen kann, da es nachweislich auch kupferfreie Larimare gibt. Wir konnten hierzu bisher allerdings keine weiterführenden Informationen finden.

Namensgebung

(Wieder)entdeckt wurde der Larimar 1974 von dem Amerikaner Norman Rilling und dem Dominikaner Miguel Méndez. Frühere Funde gehen auf das Jahr 1916 zurück, als der Pfarrer Miguel Domingo Fuertes Loren aus der Gemeinde Barahona beim Finanzministerium vergeblich Schürfrechte beantragte. Erste Fundstücke sind auch, aus den 1950er Jahren stammend, in den Vitrinen des Larimar Museums ausgestellt.

Seinen Namen erhielt der Larimar von seinem (wieder)Entdecker Miguel Méndez. Es sollte ein Name sein der dem ozeanähnlichen Stein gerecht wird und die Gefühle des Meeres wiederspiegelt. So schön, sinnlich, wonnig und magisch wie das Meer selbst sollte er sein. Und Mendez sah seine Liebe zum Meer in den lachenden und strahlenden Augen seiner liebreizenden Tochter Larissa. So entstand aus „Mar“ wie das Meer und „Larissa“ dem Namen seiner Tochter, der wundervolle Name „Larimar“.

Verwendung

Larimar Collier verziert mit weissem und blauem Topaz arrangiert auf einem Stück Treibholz

Larimar Collier verziert mit weißem und blauem Topaz

Der Larimar ist aufgrund seiner Seltenheit vor allem für Mineraliensammlungen von Bedeutung. Durch sein wolkiges Aussehen ist er ebenfalls ein beliebter Schmuckstein, dessen Farbenspiel am besten im Cabochon-Schliff zur Geltung kommt. Aufgrund seiner Brüchigkeit lässt sich Larimar nur schwer verarbeiten und gehört daher zu den teuersten Edelsteinen der Welt.
Desweiteren wird Larimar auch in der Steinheilkunde verwendet, ohne dass eine Heilwirkung in wissenschaftlichen Studien bestätigt werden konnte.

Fälschungen und Verwechslungen

Fälschungen aus Glas haben eine hellblaue, opake Grundmasse mit zum Teil schlierig verteilten, transparenteren Zonen und haben an der geschliffenen Oberfläche kleine Hohlräume, die auf Luftblasen zurückzuführen sind. Die für Larimar typischen strahligen Wachstumsstrukturen fehlen.
Verwechslungen können vor allem mit blauem Calcit und Aragonit, Smithsonit, Hemimorphit, sowie Wardit vorkommen.

Reinigung und Pflege

Der Larimar fühlt sich im Element Wasser am wohlsten, so dass zur Reinigung bevorzugt fließendes Wasser zu empfehlen ist, jedoch kein Salzwasser. Auch eine Amethyst-Druse oder Bergkristall lassen sich zur Energetischen Reinigung verwenden.
Längere direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da diese zu einer Aufhellung führen kann, ebenso wie sehr lange Trockenheit. Einen ausgeblichenen Larimar legt man für 24 -48 Sunden in ein Wasserbad und lässt überraschen wie er sich verändert. Bei Bedarf kann dies mehrmals wiederholt werden.


Der Larimar in der Spiritualität

Der Larimar und die Magie

Handgeschliffener Kristallschädel aus Larimar arrangiert auf Treibholz

Handgeschliffener Kristallschädel aus Larimar

„Vom Feuer beseelt, aus der Erde geboren, vom Wasser benetzt und von der Luft geküsst.“

Er gilt als Stein der vier Elemente. So liegt der Ursprung des magischen Larimars in vulkanischem Gestein (Feuer und Erde) und er wurde an der Südwestküste der Dominikanischen Republik angeschwemmt (Wasser und Luft).

Der Legende zufolge benutzten die “Tainos”, die Ureinwohner der Insel Hispanola (Dominikanische Republik), den Stein lange bevor die neue Welt entdeckt wurde, um Schmuck und kleine Figuren herzustellen.  Unglücklicher Weise verschwanden mit der Entdeckung der neuen Welt nicht nur die “Tainos” sondern auch der Larimar. In einigen Naturvölkern wird der blaue Stein noch heute als Glücksbringer und Schutzstein verehrt. Auch soll er das „Dritte Auge“ öffnen und böse Geister vertreiben. Gemäß den alten Überlieferungen bewahrt der Larimar die ganze Familie vor Unheil.

Der „Atlantis-Stein“

Die Mythen um den Larimar und Atlantis sind faszinierend und aufregend zugleich. Der „Atlantis- Stein“ ist Teil der Geschichte des mystischen Inselreichs „Atlantis“, welches von dem griechischen Philosoph Platon einst beschrieben wurde. Gemäß Platons Beschreibung handelte es sich bei Atlantis um eine Seemacht um etwa 9600 v. Chr.
Einen Hinweis auf die Verbindung zwischen dem Larimar und Atlantis erhalten wir von den alten Griechen. Sie beschrieben Gespräche zwischen fremden Völkern und blauen Steinen welche dem Larimar sehr ähnlich sahen.
Edgar Cayce, der berühmte “Schlafende Prophet” hat schon in den 30er Jahren, also 40 Jahre bevor der Larimar wiederentdeckt wurde, von einem blauen Stein berichtet, dessen Beschreibung auf den Larimar-Stein zutrifft. In Büchern über Atlantis wird vom Larimar berichtet. Hellsichtige Menschen bestätigen die Verbindung zu Atlantis und auch Edelsteintherapeuten konnten einen eindeutigen Atlantisbezug bei ihren Klienten feststellen.

Die Fachwelt geht heute weitestgehend davon aus, dass das von Platon beschriebene Atlantis eine Illusion ist, denn die untergegangene Stadt wurde bislang nie aufgefunden. Doch der Legende nach ging das sagenumwobene Atlantis nach einem erfolglosen Angriff auf Athen und infolge einer heftigen Naturkatastrophe unter und riss seine Bewohner mit in die Tiefe des Ozeans. Als Botschaft hinterließen sie blaue Steine, welche dem Ozean glichen.

Azurblau, sinnlich rein
Sprich zu mir Atlantis-Stein
Öffne mir das Himmelstor
Ich hör ihn doch, den mystisch’  Chor
Deiner Kinder, die mich rufen
Welche hüpfen auf den Stufen
Welche landen tief im Herz
Befrei mich von dem Seelenschmerz
Dein Funke Hoffnung bringt mir Glück
Atlantis – kehr zu uns zurück!

“Ode an Atlantis” (von Edgar Cayce)


Der Larimar in der Steinheilkunde


Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Wirksamkeit von Steinen, Mineralien und/oder Kristallen auf den Menschen als wissenschaftlich nicht nachgewiesen und nicht anerkannt gilt. Bei gesundheitlichen oder psychischen Beschwerden sollte immer ein entsprechender Vertreter der anerkannten Heilberufe konsultiert werden!
Dieser Blogbeitrag stellt kein Heilversprechen im Sinne des Heilmittelgesetzes (HMG) dar!

Der Stein für mehr Wohlbefinden

Der Atlantis-Stein gilt als Wohltäter wie wohl kein anderer Kraftstein, denn er wird mit Themen wie Schutz, Glück und Heilung in Zusammenhang gebracht. Bereits der Anblick des blauen Larimars mit seiner Wassersignatur erfreut das Auge und weckt Erinnerungen an Sandstrände und Meeresrauschen. Durch seine Assoziation mit dem Wasser geht von ihm auch eine erquickende Frische und Beweglichkeit aus.

Der Larimar steht in der Steinheilkunde für Harmonie, Frieden, Achtsamkeit und Selbstliebe. Ihm wird nachgesagt die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die Selbstzufriedenheit zu fördern. Es heißt er sei ein starker Helfer bei Heilungsprozessen in Zusammenhang mit Emotionen und Gedanken, da er eine besonders starke Verbindung zu den Elementen Wasser und Luft hat. So soll er eine sanfte und friedvolle Verbindung zwischen dem Herzen und dem Verstand schaffen.

Überlieferungen zufolge kann der Larimar die Lebenskraft wieder ins Fließen bringen und dadurch festgefahrene und aufgestaute Blockaden auflösen. Auch soll er bei Ängsten und traumatischen Erlebnissen helfen und dabei unterstützen den eigenen, persönlichen Weg zu finden. So erinnert er daran, dass Lebenswege wie Strömungen von Wasser und Wind sein können, denen man sich wie auf einem Segelboot anvertrauen kann. Stehen Veränderungen ins Haus, so stellt er uns seine positive Energie zur Verfügung und hilft uns bei unserer Selbstverwirklichung.
Die zugesprochene Harmonie birgt eine tiefe Ruhe in sich, die er an seine Umgebung abstrahlt. Und in der Ruhe liegt die Kraft Ereignisse aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mythen beschreiben den Larimar auch als Skelettstein, denn er soll auch auf physischer Ebene Halt geben indem er die Knochen und Gelenke stärkt. Auch seine reinigende Wirkung soll er auf energetischer, emotionaler und körperlicher Ebene entfalten.

Der Stein für die Balance

Der Larimar zählt zu den Edelsteinen für das allgemeine Wohlbefinden. Seine reinigende Wirkung soll so stark sein, dass seine positive Energie dazu fähig ist das nähere Umfeld von schier allen negativen Einflüssen zu säubern. Die Erkenntnisse der Steinheilkunde besagen, dass der Larimar Allergien mildern kann. Er soll darüber hinaus auch die körperlichen und geistigen Selbstheilungskräfte anregen und sich positiv auf den gesamten Knochenbau und die Gelenke auswirken. Über den Larimar heißt es weiter, er lockere allgemein auf, lindere Schmerzen und bringe den Körper und die Körperfunktionen wieder in Balance. Außerdem soll er sich positiv auf die Gehirntätigkeit auswirken und Tatkraft sowie Kreativität steigern.


0