Jul – Am Julfest wird das Licht wiedergeboren

Das Julfest auf dem Jahresrad

Jul - Am Julfest wird das Licht wiedergeboren

Zum Julfest war es schon immer Brauch sein Haus mit Immergrün zu schmücken.

Eines der bekanntesten Feste im Rad des Jahres ist das Julfest, die Wintersonnenwende, das die Christen ein paar Tage später als Weihnachten feiern. Es ist die längste Nacht und der kürzeste Tag des Jahres. Es scheint als habe die Dunkelheit über das Licht siegt. Das Jahresrad steht an seinem tiefsten Punkt. Doch in dieser Nacht wird das neue Licht geboren und wenn die Sonne nach dieser “Heiligen Nacht” aufgeht  ist aus dem Schoß der dunklen Mutter der Funke geboren worden. Das Versprechen dass das Leben neu erblüht wird heute Nacht gegeben. Das Julfest symbolisiert das Licht und die Hoffnung dass der Winter endet.

“In der dunkelsten Nacht wird das neue Licht geboren”

Doch noch liegt eine lange und  dunkle Zeit uns. In dieser Nacht hält die Welt für einen Moment inne. Der kleine Funke ist das Samenkorn des Lichts und jeder von uns hat Samenkörner die er gerne zum Wachsen und Blühen bringen möchte. Ganz gleich wie unsere Pläne auch aussehen mögen, denken wir daran dass wir die wärmende, schützende Dunkelheit ebenso brauchen wie das strahlende Licht.


Alte Bräuche heute noch lebendig

Der bekannteste Brauch zu dieser Zeit ist wohl der Weihnachtsbaum. Die Immergrünen Nadelbäume bringen uns ihren kräftigenden Duft, ihr starkes Harz und ihr lebendiges Grün in die Wohnungen. Zum Julfest war es schon immer Brauch sein Haus mit Immergrün zu schmücken. Mit Zweigen von Tanne, Fichte, Kiefer, Wacholder und Stechpalme. Das Grün symbolisiert die Hoffnung, dass das Leben über den Tod siegt und dass nach dem Winter ein neuer Frühling kommt.

Ein traditioneller Raumschmuck war der Julbalken, ein unterarmlanger Holzscheit von einer jungen Birke. Dieser wurde mit immergrünen Zweigen und Kerzen geschmückt. Die Kerzen wurden oft rot eingefärbt um das Lebenslicht des Sonnenkindes zu symbolisieren. Die Birke steht für den Frühling den man sich herbeiwünschte. Sie steht mit ihrer weißen Farbe aber auch für das Winterkleid das die Natur jetzt trägt.

Licht und Dunkelheit im Brauchtum

In der Julnacht löschte man alle Lichter und Feuer. Für einen Moment war es absolut dunkel und kalt. Man wollte in dieser Nacht spüren wie es sein würde, wenn das Licht nicht wieder kommen würde. Danach entfachte man in der zentralen Herdstelle wieder ein Feuer. Der „erste Funke“, das Licht ist wieder da. An diesem ersten Funken entzündete man Kerzen und trug diese rituell umher. Man gab das Licht unter den Anwesenden weiter gegeben wie eine Kette, die Hoffnung ist wieder geboren. Das Licht trug man überall hin, auch in den Stall zu den Tieren, zu den Nachbarn bis an den Waldrand. Überall sollte die Botschaft zu sehen sein: Das Licht ist wieder da!

In Skandinavien haben sich viele der alten Bräuche erhalten und werden beim Weihnachtsfest, das dort noch immer Jul heißt, gepflegt. Man wünscht sich „God jul!“ („Frohe Weihnachten!“). Auch der Brauch um den sogenannten “Julbock” darf dort nicht fehlen und meist stellt man den ihn unter dem Weihnachtsbaum auf. Der Julbock ist eine Ziegenbockfigur aus Stroh und in Skandinavien ein beliebter Weihnachtsschmuck.

“Rudolf” wurde nicht von Coca-Cola erfunden

In unseren Breiten ist das rotnasige Rentier namens Rudolf, das im Rudel mit Rudolf vorneweg den Schlitten des Weihnachtsmannes über den Himmel zieht, deutlich bekannter als der Julbock. Das Rentier, oder wohl eher der Hirsch und der Weihnachtsmann haben jedoch ältere Wurzeln als CocaCola. Der Hirsch steht für den archetypische Vegetationsgott der als Cernunnos oder Herne bekannt ist. Der Hirsch erinnert uns daran, dass die Natur im Winter nicht abgestorben ist sondern nur  schläft und im Schoß von Mutter Erde wohl aufgehoben ist bis der Frühling wieder kommt.

Der Weihnachtsmann kann uns auch mit Augenklappe und Schlapphut oder als Rübezahl aus den Bergen begegnen. Es ist eine der Gestalten Odins. Er belohnt die fleißigen und rechtschaffenden Menschen und straft die faulen und falschen.

Auch der Schlitten voller Geschenke, der über den Himmel gezogen wird, hat eine lange Geschichte. Leider ist sie recht gruselig, denn in den Rauhnächten stürmt die Wilde Jagd über den Nachthimmel.


Odin, Percht und die Wilde Jagd

Die Sichtung der Wilden Jagd soll großes Unglück bringen

Die Sichtung der Wilden Jagd soll großes Unglück bringen

Die Sichtung der Wilden Jagd soll großes Unglück bringen: Sie gilt als Vorbote für Katastrophen wie Kriege, Dürren oder Krankheiten, sogar den Tod. Der Begriff „Wilde Jagd“ wurde auf Grundlage von Jacob Grimms Deutscher Mythologie (1835) geprägt. In Schweden werden als Anführer Odin und die Waldfrau Huldra genannt.

Die Rauhnächte, die sich dem 25. Dezember anschließen, waren schon den Germanen bekannt. In diesen Nächten reitet die Wilde Jagd über den Himmel und es heißt, dass die Geister der Verstorbenen mit Odin und Frau Percht über das Land ziehen. Dämonen können Umzüge veranstalten oder mit der Wilden Jagd durch die Lande ziehen.

In Mitteldeutschland heißt sie Frau Holle, in Süddeutschland und Österreich Perchta. Sie nimmt teilweise an der Jagd teil, während sie in anderen Varianten selbst gejagt wird.
Frau Holle ist der Greisinnen-Aspekt der Großen Göttin. Die „dunkle Mutter“, die Großmutter, die weise Alte. Bei uns auch bekannt als Hulda, Frau Percht, oder Hel. Jetzt im Winter ist die Hüterin der Natur, denn sie deckt alles liebevoll zu mit ihrem weißen Wintermantel. Im Märchen von Frau Holle hat sich viel von Frau Percht erhalten, sie belohnt fleißige und großzügige Menschen und bestraft faule und geizige. Entweder erscheint sie als furchterregende alte Frau, oder als geheimnisvolle Gestalt im weißen Mantel mit silbernem Haar.


Naturhelfer in der Zeit um das Julfest

Kraftbäume für diesen Monat sind natürlich Tanne und Fichte, die immergrünen, die jetzt mit Duft und Farbe unsere Wohnungen schmücken. Ich suche auf Spaziergängen gerne “Waldgeschenke” also Äste, die der Wind von den Bäumen herab geweht hat.
Der Kraftstein ist der Bergkristall, der uns in seiner Klarheit an Eis erinnert. Früher glaubten die Menschen lange daran Bergkristalle wären versteinertes Eis. Er bedeutet Klarheit, stärkt den eigenen Standpunkt, verbessert die Erinnerung und die Wahrnehmung und reguliert unseren Energiefluss. In seinen vielen Kristall-Formen ist für jeden der “richtige” dabei.
Kraft-Tiere sind die, sie sich weiß verfärben, wenn die Weiße Frau mit ihrem Mantel kommt, besonders aber Schneeeule und Schneehase. Die Eule hat die scharfe Sicht und die innere Weisheit, der Hase bewahrt Geheimnisse und lehrt Verschwiegenheit.


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