Elemente-Serie Teil 1:
Was hat das Pentagramm mit den Elementen zu tun?


Pentagramm oder Drudenfuß?

Sachlich betrachtet wird als Pentagramm eine Figur bezeichnet: Ein Stern mit fünf Spitzen (penta=fünf) die jeweils mit einer Geraden untereinander verbunden sind. Die Figur kann mit der Spitze nach oben oder unten dargestellt werden. Häufig wird dieser fünfzackige Stern auch als Knotenmuster dargestellt. Eine Andere Bezeichnung ist auch das Pentalpha, da es sich durch fünf ineinander stehende Alphas („Α“) bilden lässt.
Der Begriff Drudenfuß oder Pentakel wird für Pentagramme verwendet, deren Spitzen mit einen Kreis verbunden sind. Der Drudenfuß ist ein Erdsymbol und wird als solches beispielsweise als Münzen bei Tarotkarten verwendet.

Beim Ziehen des Drudenfußes ist es erforderlich dies ohne absetzten oder Korrektur zu tätigen, damit ein optimaler energetischer Fluss gewährleistet werden kann. Aus diesem Grunde ist es auch erforderlich, dass das Pentagramm geschlossen ist, so dass die Kräfte in einem Kreislauf fließen können. Je nach Art und Weise wie das Pentagramm gezeichnet wird kann es als rufendes oder bannendes Symbol eingesetzt werden.


Verschiedene Bedeutungen des fünfzackigen Sterns

Praktisch jede Kultur und jede Religion der Welt hat einen fünfzackigen Stern mit verbundenen Spitzen, doch überall hat er verschiedene Bedeutungen. In einem Punkt jedoch sind sich alle einig: Das Pentagramm ist ein Symbol für das Gleichgewicht von fünf fundamentalen Kräften. Diese sind miteinander verbunden und ergeben gemeinsam ein vollkommenes Ganzes.

In den Dombauhütten der Freimaurer bedeuten die Spitzen des fünfzackigen Sterns die Tugenden der Klugheit, der Gerechtigkeit, der Stärke, der Mäßigung und des Fleißes. Erst in den 1980er Jahren wurde das Pentagramm mit Spitze nach unten in der Metalszene, insbesondere im Black- und Death Metal, als Symbol für das Böse oder den Satanismus beliebt. Dieses Klischee hat sich leider bis heute gehalten.

In den spirituellen Konzepten der alten Kulturen stehen die Spitzen des Sternes für Naturelemente. Beispielsweise steht der Stern im asiatischen Raum für die Fünf-Elemente-Lehre, einer daoistischen Theorie zur Naturbeschreibung. Die fünf Elemente sind hier Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde. Der Buddhismus kennt ebenfalls die Elemente Feuer, Wasser und Erde doch sind hier Luft und Leere statt Holz und Metall. In Europa prägte der griechische Philosoph Empedokles (495 v. Chr. – 435 v. Chr.) die Lehre der Elemente. Auch er beschrieb die vier Grundelemente aus welchen alles Leben besteht als Feuer, Wasser, Erde und Luft und den Äther als Quintessenz und fünftes Element.


Das Pentagramm und die 5 Elemente

Das Pentagramm und die Zuordnung der 5 Elemente

Die Elemente im Pentagramm und in uns: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther

Die vier Elemente der Natur sind miteinander verbunden und gehen fließend ineinander über. Das Wasser fällt als luftiger Nieselregen vom Himmel und tränkt die Erde, wo es als Grundwasser in die Flüsse und ins Meer gelangt. Dort verdunstet es durch die Hitze unserer feurigen Sonne und türmt sich wieder zu Wolken auf.

Ebenso fließen die vier Elemente in uns ineinander, denn wir benötigen die gesunde Eigenschaften aller vier Elemente für ein ausgeglichenes Leben. Allzu leicht kann ein feuriger Wutausbruch Schaden anrichten oder wir ertrinken wortwörtlich in Kummer. Zu viel Luft lässt uns kalt erscheinen, da wir alles mit der Logik lösen wollen und darüber die Gefühle vergessen. Und ohne Antrieb oder Kreativität kann unser Leben ziemlich trist und öde werden.
Wir selbst sind das 5. Element.

Man kann mit dem Drudenfuß Energien anrufen oder sie bannen. Hierfür sollte er wie folgt gezogen werden: Das Pentagramm erinnert uns daran, dass wir mit den vier Elementen verbunden sind und alles im Gleichgewicht sein möchte. Gleichgewicht ist kein Zustand, denn alles fließt – und genau das macht das Leben so aufregend und interessant!

Unser Respekt vor den Naturkräften

Vor ein paar tausend Jahren wussten die Menschen hierzulande noch um das Zusammenspiel der Elemente. Damals konnte ein einzelner Blitzeinschlag die Ernte vernichten und im Winter eine Hungersnot auslösen. Jeder wusste wie zerstörerisch Feuer sein kann, obwohl sein Licht und seine Wäre im Winter auch überlebenswichtig waren.
Doch wo begegnet uns heute noch Feuer außer beim Zigarette anzünden? Unsere Elektrik schmurkelt manchmal und schon kommt die Feuerwehr. Regen ist eher lästig und nur selten steigen die Flüsse so hoch dass ein Damm bricht. Und selbst wenn Felder überflutet werden oder unter der Dürre verdorren – im Supermarkt gibt es das ganze Jahr die gleiche internationale Vielfalt an Obst und Gemüse.
Die Elemente und Naturkräfte haben ihren Schrecken verloren und so verloren wir unseren Respekt vor ihnen – wir beachten sie kaum noch.

Und doch sind sie da. Nicht so unmittelbar und mächtig wie damals, doch wir finden sie nach wie vor in uns selbst.
Nicht nur unsere Sternzeichen sind den vier Elementen zugeordnet, auch Verhaltensweisen lassen sich zuordnen: Mut, Stärke, Wille und Durchsetzungskraft finden wir im Feuer. Mitgefühl, Trost, Ausgeglichenheit und Spiritualität im Wasser. Logische Analysen und Argumente, aber auch Träume und Ideen bringen uns die Klarheit der Luft, während Menschen, die fest mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und Veränderungen eher meiden sehr stark mit der Erde verwurzelt sind. Wenn Du beginnst mit den vier Elementen zu arbeiten steht einem ausgeglichenen und erfolgreichen Leben nichts entgegen!


Elementare Energiearbeit

Erde mein Körper, Wasser mein Blut, Luft mein Atem und Feuer meine Seele” so heißt es in einem bekannten Chant.

Unsere Elemente im Gleichgewicht zu halten ist jedoch leichter gesagt als getan. Vor allem, weil fast jeder Mensch ein schwaches Element hat. Man sagt: “Mit zwei Elementen wirst Du geboren, eines wird dir geschenkt und eines musst Du Dir erarbeiten”.

Wir können unser schwaches Element unterstützen, indem wir beispielsweise einen entsprechenden Heilstein um den Hals oder in der Hosentasche tragen. Manchmal genügt es einen Gegenstand in der Wohnung zu haben der uns daran erinnert, dass wir mit diesem Element unsere Schwierigkeiten haben. Wenn zum Beispiel eine schlechte Nachricht per Telefon eintrifft und Du sofort in Tränen aufgelöst zusammenbrichst, dann hilft es dich daran zu erinnern dass du gerade zu viel Wasser hast und das besser durch die Stabilität der Erde ausgleichst. Du hast Probleme mit Wutausbrüchen im Alltag? Hier kann Wasser ausgleichend und “löschend” wirken. Versuche Dir zum Beispiel anzugewöhnen bei jedem Vorzeichen von Wut einen Schluck Wasser zu trinken – und schon kühlt sich dein Gemüt ab.

Wir sind mit jedem der vier Elemente verbunden und wir haben die Möglichkeit ausgleichend auf unsere Stimmungen und unser Verhalten einzuwirken. Dafür müssen wir uns bewusst sein welches Element gerade schwach oder überaktiv ist und womit wir das ausgleichen können. Darüber hinaus können wir auch die Kraft eines Elementes zu uns rufen, wenn wir zum Beispiel mit den Stimmungen anderer konfrontiert sind und uns schützen wollen.


Weitere Informationen in dieser Richtung findest Du auch in unserem Blogbeitrag über:


Wenn Du lernen willst mit den Elementen zu arbeiten, schau Dir unseren Intensiv-Workshop Elementarmagie an.

 
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