Die Welten der Heiligen Geometrie

Die Welten der Heiligen Geometrie


Die Blume des Lebens ist ein beliebtes und einfaches Beispiel für die heilige Geometrie

Die Blume des Lebens ist ein beliebtes und einfaches Beispiel für die heilige Geometrie

Die Heilige Geometrie ist ein roter Faden der sich durch alle Mysterienschulen und spirituellen Systeme zieht. Diese Sprache der Zahlen, Formen und Symmetrien ist universal und spricht uns auf allen Ebenen an. Es ist eine geometrische Sprache, die die höhere Ordnung des Universums für uns transparent macht und den Mikro- und Makrokosmus miteinander verbindet.

Das Wort Geometrie kommt aus dem Griechischen: Geo steht für Gaja, die Mutter Erde, Metrie steht für messen oder „das rechte Maß“.
Das Messen und Wägen fand immer in einem „heiligen Raum“ statt, einem Tempel oder einer Schule. So war gewährleistet dass dieses Wissen „ganz“ verstanden und mit dem nötigen Respekt behandelt wurde. Ein klassisches Rätsel der griechischen Mysterienschulen war die Quadratur des Kreises. Die Aufgabe besteht darin, aus einem gegebenen Kreis in endlich vielen Schritten ein Quadrat mit demselben Flächeninhalt zu konstruieren. Zur Lösung durften nur Zirkel und Lineal verwendet werden und lange Zeit galt diese Aufgabe als unlösbar.

Das ich erkenne was die Welt im Innersten zusammenhält
(Zitat aus Goethes Faust)


Die Werkzeuge und Elemente der heiligen Geometrie

Heilige Geometrie in der Architektur - Gloucester Kathedrale

Heilige Geometrie in der Architektur – Gloucester Kathedrale

Zirkel und Lineal sind die Werkzeuge der Heiligen Geometrie und symbolisieren zwei Gegenpole: Der Zirkel kann nur Kreise ziehen, er ist das Runde und Weiche, das Weibliche. Das Lineal kann nur gerade Linien, hier haben wir das gerichtete, strukturierende, männliche Prinzip. Verwenden wir diese Werkzeuge aktivieren und synchronisieren wir unsere beiden Gehirnhälften. Die linke Gehirnhälfte ist für analytische Denkprozesse und Zahlen, die rechte eher für ganzheitliches Erfassen und Intuition zuständig. Wenn unsere beiden Hälften nicht zusammenarbeiten bleiben gute Ideen in der Gedankenebene und werden nicht umgesetzt oder eine gute Intuition wird zerdacht statt realisiert. Mit der Anwendung der Heiligen Geometrie kann der „Schöpferische Funke“ überspringe.

Die beiden weiteren Werkzeuge sind das weiße Papier und der Stift. Das weiße Papier ist die „Tabula Rasa“, die leere Tafel. Alles kann dort sein und sie kann alles offenbaren, doch nichts ist dort solange wir es nicht erschaffen. Das weiße Blatt liegt vor uns wie jungfräuliche Erde, bereit einen Samen zu empfangen um etwas hervorzubringen. Und diesen Samen setzt der Stift mit einem Punkt. So kann der Weltenbaum daraus erwachsen.

Wir haben die vier Werkzeuge um Heilige Geometrie auszuüben: Den weiblichen Zirkel (Wasser), das männliche Lineal (Luft), das weiße Blatt (Erde) und den männlichen Stift (Feuer). Damit haben wir die elementaren Werkzeuge um Gaja zu messen und das Wesen der Materie zu verstehen. Alles was uns umgibt ist MaTeRiAh. Ma ist die Erde, TE ist das Feuer, RI ist das Wasser und AH ist die Luft. Sie sind die Basis von allem, doch um zu entstehen und um verstanden zu werden brauchen wir das fünfte Element: Den Geist.


Heilige Geometrie in der historischen Baukunst - Peterborough Kathedrale

Heilige Geometrie in der historischen Baukunst – Peterborough Kathedrale

5 Elemente, 4 Werkzeuge und die 3 des Geistes

Die Wirkung des Geistes ist dreigestaltig. Der erste Schritt ist das bewusste Erschaffen: Ich setze einen Punkt, werde damit zum Schöpfer und weiß, dass ich Schöpfer bin. Der zweite Schritt ist das Beobachten des Schöpfungsprozesses: Ich sehe mir selbst beim Erschaffen zu und nehme bewusst wahr was gerade hier und jetzt geschieht. Der Dritte Schritt ist die Erkenntnis, dass meine Schöpfung lebt und mir zum Lehrer wird. Eben war dort nichts, jetzt ist dort meine Schöpfung und vermehrt aus sich heraus mein schöpferisches Wissen. Dies ist die Erkenntnis dass zwischen Schöpfer und Geschaffenem eine Energie in bei die Richtungen fließt.

Die 4 der MaTeRiAh plus die 3 des Geistes ergibt die 7. Die magische Zahl mit der wir uns schon mitten in der Heiligen Geometrie befinden. Die Heilige Geometrie ist überall. Ihr findet sie im Mikro- und im Makrokosmos, in der Natur, im Universum, in der Architektur, in der Kunst, in der Physik. Sie ist einfach überall und wenn Du einmal ihre grundlegenden Muster gesehen und verstanden hast, dann kannst Du sie nicht mehr übersehen.

Es ist eine Reise, eine Reise durch die Formen, die Zahlen, die Symmetrie, die Kosmische Ordnung. Wir finden den Lebensfunken und wir hören Sphärenmusik.


Die Regeln der Heiligen Geometrie

Heilige Geometrie in der Natur - der Romanesco Kohl

Heilige Geometrie in der Natur – der Romanesco Kohl

Es beginnt immer mit einem Punkt! Er ist der Samen, aus dem auf dem weißen Papier (der jungfräulichen Erde) alles werden kann – aber nicht muss. Ziehen wir um diesen Punkt einen Kreis wird er zum Mittelpunkt. Er kann auch der Startpunkt für eine Line sein, dann hätten wir eine Achse. Alles was danach geschieht folgt den Regeln der Symmetrie.

Zwei Achsen, die sich rechtwinklig kreuzen, erzeugen einen Schnittpunkt, dieser kann wieder zum Mittelpunkt eines Kreises werden und vier weitere Schnittpunkte erzeugen. Es gibt nur eine Bedingung für das Erzeugen unendlich vieler weiterer Punkte, Kreise und Linien: Jeder Schritt muss durch mindestens zwei Punkte belegbar und nachvollziehbar sein. Erlaubt ist spiegeln, strecken, dehnen, oder partitionieren. Es ist nur wichtig dass ein Schritt auf den nächsten folgt und den Gesetzen der Symmetrie gehorcht.

Am Anfang steht der Kreis und sein Mittelpunkt. Die Zahlen 1 bis 10 entwickeln sich Schritt für Schritt mit jedem zusätzlichen Kreis und den daraus entstehenden Formen.


Fraktale als Bestandteile der Heiligen Geometrie

Fraktale als Bestandteile der Heiligen Geometrie

 
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