Der Hexerey-Praxisguide durch die Rauhnächte

Ein Praxisguide für die Rauhnächte (so machen wir das in der Hexerey)

Die Rauhnächte sind nicht nur eine Zeit der Ruhe und Innenschau, sondern gelten als „magischer Kalender". Denn jede der zwölf Nächte steht symbolisch für einen Monat des kommenden Jahres. Und was Du in dieser Nacht tust, fühlst oder beobachtest, wirkt wie ein Impuls für den entsprechenden Monat - so zumindest lautet der Brauch. In diesem Beitrag geben wir Dir einige Einblicke, wie wir in der Hexerey diese Tradition handhaben und bieten Dir so Inspirationen, wie Du Deine persönlichen Rauhnächte individuell gestalten kannst. 

Unser Praxisguide gibt Dir einen ersten Eindruck von dem Ablauf, den wir bei Hexerey verwenden – Du kannst ihn vollständig übernehmen oder Deine eigene Praxis entwickeln. Außerdem führt Dich dieser Artikel durch die zwölf Stationen – von der 1. Rauhnacht bis zur Nacht der Wunder am Ende. Du kannst es dabei beliebig kompliziert machen, doch es reicht auch ein Satz im Tagebuch wie z.B. „Ich habe wunderbar geschlafen und es folgte ein schöner Tag“, oder „Ich hatte einen Alptraum und den ganzen Tag Kopfschmerzen“. Die goldene Regel lautet: Alles kann, nichts muss. Erwarte nicht zu viel und sei stolz auf alles was Du tust ohne Dich zu grämen über das, was Du hättest tun wollen.

„Was du in diesen 12 Nächten erlebst, wird Dir in den kommenden 12 Monaten wieder begegnen. Und sollte etwas Unerfreuliches geschehen, hast Du die Möglichkeit zu transformieren und so in Ordnung zu bringen, damit im nächsten Jahr doch etwas Gutes dabei herauskommt. Das ist das Geheimnis der Rauhnächte."

Grundlegende Vorbereitungen

Dein Nacht-für-Nacht-Guide durch die Rauhnächte

Im Prinzip musst Du nicht an alle Nächte gleichzeitig denken, sondern gehst eine Nacht nach der anderen an. Im Folgenden begleiten wir Dich durch die zwölf Rauhnächte und die anschließende Nacht der Wunder. Die Zuordnung der Nächte zu den Monaten und die jeweiligen Themen orientieren sich an verschiedenen überlieferten und in der heutigen Rauhnachtspraxis verbreiteten Darstellungen. Daher können, je nach Quelle, die Zuordnungen und Bezeichnungen voneinander abweichen. Die Themen sind auch nicht fix, sondern eher wunderbare und etablierte Orientierungshilfen.

Tipp: Besonders praktisch sind die Rauhnächte, in denen man aufholen und korrigieren (transformieren) kann, was in den vorherigen Nächten nicht so gut gelaufen ist: Das ist die 4., die 6. und die 12.

1. Rauhnacht

24./25.12. – Januar – Basis und Türöffnung
Die Rauhnächte beginnen und wir beginnen die Tagebücher, zünden Kerzen und räuchern.

2. Rauhnacht

25./26.12. – Februar – Verbindung mit dem höheren Selbst
Welche Ziele wollen wir im Neuen Jahr erreichen? Welche Kontakte aufnehmen, ausbauen oder abbrechen?

3. Rauhnacht

26./27.12. – März – Liebe und Vertrauen
Es ist die Nacht der Herzöffnung und wir verbinden uns mit unserem Seelenplan.

4. Rauhnacht

27./28.12. – April – Transformation
Die Nacht der Transformation und des violetten Feuers. Es ist die Nacht der Auflösung, in der alles Negative aufgelöst und transformiert werden kann.

5. Rauhnacht

28./29.12. – Mai – Freundschaft

Welche Freundschaften sind gewachsen und welche sind zerbrochen? Es ist auch die Nacht zu sich selbst freundlich zu sein und Ja zu sich zu sagen.

6. Rauhnacht

29./30.12. – Juni – Bereinigung

Was möchte im alten Jahr zurück bleiben und was nehme ich mit? Es ist auch eine gute Nacht um das Rauhnacht-Tagebuch zu bereinigen und eventuell nachzutragen wenn etwas fehlt.

7. Rauhnacht

30./31.12. – Juli – letzte Nacht des alten Jahres

Zeit um gute Vorsätze zu fassen und altes abzuschließen. Ein sehr schöner Brauch ist es, das alte Jahr mit einem Reinigungsbad  "auszubaden“ und wie neu geboren in das neue Jahr zu gehen.

8. Rauhnacht

31.12./01.01. – August – Silvesternacht

Diese Nacht steht unter dem Motto Glück, Segen und Neubeginn. Es ist die einzige Rauhnacht in der wild und ausgelassen gefeiert wird, man verschenkt Glückssymbole damit alles Glück sich eingeladen fühlt.

9. Rauhnacht

01.01./02.01. – September – Segenslicht

Wo für viele schon wieder der Alltag beginnt ist es umso wichtiger in der Mitte zu bleiben und das Licht zu fühlen. Daher steht diese Nacht für goldenes Segenslicht. 

10. Rauhnacht

02.01./03.01. – Oktober – Reflektionen und Visionen

Es ist die Nacht der Visionen, daher sind uns Räuchern und Orakeln heute besonders wichtig. Wie und wofür setze ich meine Lebensenergie ein? Bin ich auf meinem Seelenpfad? Wie kann ich meine Lebenssituation verbessern?

11. Rauhnacht

03.01./04.01. – November – Vergänglichkeit

Diese Nacht steht für das Thema Abschied nehmen, Tod und Vergänglichkeit. Der Tod gehört zum Leben und alles was kommt muss auch wieder gehen. Sich das bewusst zu machen hilft dabei dem eigenen Leben mehr Sinn und Struktur zu verleihen.

12. Rauhnacht

04.01./05.01. – Dezember – Rückblick und Vorbereitung

Es ist die Nacht in der wir noch einmal auf die vergangenen elf Nächte zurückblicken und alles bereinigen können was in dieser Zeit nicht gut gelaufen ist. Wir finden die Vision für das Neue Jahr und bereiten uns auf die Nacht der Wunder vor.

Die Nacht der Wunder (Perchtnacht)

Die dreizehnte Rauhnacht (05./06.01.) ist die Nacht der Wunder. Die Perchtnacht oder die Hollanacht. Das Werk ist vollendet und wir können das neue Jahr vertrauensvoll in die Hände der großen Mutter legen. Alles ist gemessen, gezählt und gewogen.

Mit dem ersten Licht des 6. Januar werden sich die Türen wieder schließen und die wilde Jagd ist vorbei. Doch der eigentliche spannende Teil beginnt jetzt: Im Laufe des Jahres kannst Du immer wieder in Deinen Kalender und Dein Rauhnacht-Tagebuch schauen und beobachten, was sich aus Deinen Eindrücken entwickelt.

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